Schulhausbau

November 2017

In der Zeit vom 8. -13. November 2017 besucht Frau Böttcher unsere Schule in Karakor. Sie hat viel Zeit, um sich den Unterricht anzuschauen, die Moschee zu besuchen und am Dorfleben teilzunehmen. Viele Abende verbringt sie mit den Lehrern und gewinnt einen sehr positven Eindruck vom Schulalltag.

Mit den Müttern der Schulkinder schmiedet Frau Böttcher Pläne für die Zukunft. Gemeinsam wird der Aufbau einer Schulmensa besprochen.

Die Lehrerin übt Lesen mit den Erstklässlern.

Frau Böttcher zusammen mit dem Lehrerkollegium. Ganz rechts im Bild der Direktor der Schule.

Die Erstklässler lernen Schreiben auf der Schiefertafel.

In der Pause wird das Sprinseil ausgepackt. Die Jungs spielen Fußball.

 

Mai 2016

Durch die verheerende Ebola-Epedemie konnte der Unterricht erst im Frühjahr 2015 wieder aufgenommen und an den Weiterbau der Schule gedacht werden.die
Dank der vielen Spenden konnten im Winter 2015/16 drei weitere Klassenräume errichtet werden.

Das Bild zeigt die schöne Lage der Schule am Fuße eines Berges bei Kabala. Rechts im Bild die drei alten Klassenräume mit einem kleinen Raum für den Direktor der Schule. Links im Bild die drei neuen Klassenräume.

Bild unten
Bei der großen Feier zur Einweihung der Schule wurde das Gebäude nach der Leiterin des Projekts benannt: Barbara Böttcher (Bildmitte)

 

September 2013

Mit dem neuen Schuljahr zog Leben in unser Schulhaus ein. Der Unterricht hat mit 60 Schülerinnen und 40 Schülern begonnen.

Juli 2013

Das Schulhaus steht und hat Gestalt und Farbe angenommen. Die Klassenzimmer haben Bänke erhalten und wir hoffen, dass im neuen Schuljahr mit dem Unterricht begonnen werden kann.

Februar 2013

Mit großer Freude stehe ich auf dem Bauplatz oberhalb des Dorfes Karakor Sokuralla im Norden Sierra Leones und staune darüber, was seit dem Baubeginn im Januar 2013 alles passiert ist:  der abfallende Untergrund wurde begradigt, die Mauern für drei Klassenräume sind hochgezogen, ein kleines Büro und ein Abstellraum sind im Entstehen und in zwei Klassenräumen ist der Fußboden bereits gegossen.

Im dritten Klassenzimmer ist gerade ein Bauarbeiter damit beschäftigt, Steine mit einem Hammer zu zerkleinern, die dann mit Sand und Zement vermischt den Bodenbelag ergeben.

Unser Kooperationspartner und der Chef der Bauarbeiter versichern mir, dass die Schule auf jeden Fall vor Beginn der Regenzeit fertig sein wird, inklusive Verputz und Anstrich.

Die Menschen im Dorf, die in für mich unvorstellbarer Armut leben, äußern ihre Dankbarkeit über unser Projekt und bringen Geschenke: Weißkohl, Bananen und – zwei kleine Ziegenböcke!

Wir vereinbaren, dass die Ziegen weiter im Dorf aufgezogen werden und uns dann bei unserem Besuch zur Schuleinweihung serviert werden

Auf dem Rückweg halten wir zu einem Besuch beim Paramount- Chief an. Ein Paramount- Chief hat den Status eines Landvogts oder eines kleinen Königs. Auch er ist hocherfreut über das Schulhaus- Projekt und verspricht mir, auf dem Schulgebäude Orangen- und Mangobäume pflanzen zu lassen. Sie sollen als Schattenspender und zur Ernährung der Schulkinder dienen. Als Zeichen der Verbundenheit teilt er mit mir eine Colanuss mit den Worten: „Peace, freedom and development“ (Frieden, Freiheit und Entwicklung)

3. März 2012

Frau Böttcher berichtet von Ihrer Reise zu dem Bauplatz der Schule

Winkende und lachende Kinder begrüßen mich freudestrahlend mit „Opodo, Opodo“- Rufen, als wir am Sonntag mit unserem roten Auto ins Dorf „Karakor Sonkuralla“ einfahren. Opodo ist Temne und bedeutet weißer Mensch.

Es ist Sonntag, ich bin seit 10 Tagen wieder in Sierra Leone und arbeite für das Gesundheitsprojekt von Homöopathen ohne Grenzen. Heute früh sind wir, d.h. unser Kooperationspartner, vertreten durch Mr. Mansaray und unseren Fahrer Mr. John, der Brunnenbauer aus Freetown und ich, bei Sonnenaufgang losgefahren, um „unser Dorf“, in dem die Schule gebaut werden soll, zu besuchen. Es ist heiß, über 35 Grad im Schatten, der Himmel wolkenlos, die Straße ungeteert und die Luft ist staubig.

Karakor Sonkuralla liegt am Rand von Kabala, einer Kleinstadt im Norden des Landes.

Wir fahren ins Dorf zu „unserem“ Bauplatz, wo wir vom gesamten Dorf willkommen geheißen werden

Die Kinder winken, rufen und lachen, die Frauen singen und tanzen uns zu Ehren zum Klang einer Trommel.

Als erstes besichtigen wir den Bauplatz. Er liegt wunderschön oberhalb des Dorfes auf einer Anhöhe am Fuß eines Berges. Die marode Schule, die dort im letzten Jahr noch stand, ist inzwischen ganz zusammengefallen. Die Männer des Dorfes haben schon begonnen, ein Loch für den Brunnen zu graben. Jetzt werden mit dem Brunnenbauer die Baudetails besprochen. Der Brunnen soll noch im März fertig gestellt werden.

Danach versammelt sich das gesamte Dorf auf einem überdachten Platz. Jetzt wird auch sichtbar, wie notwendig der Bau einer Primarschule ist – es sind erheblich mehr Kinder als Erwachsene anwesend!

Die Versammlung beginnt mit einem Ehrentanz für den Paramount Chief, eine Art Ministerpräsident für die Region, es folgt ein Ehrentanz für uns, was bedeutet, dass ich zusammen mit den Frauen zum Klang der Trommel tanzen soll, was ich natürlich auch gerne tue.

Danach beginnt die eigentliche Versammlung, die wie alle Versammlungen in Sierra Leone eröffnet wird mit einem Gebet des Imam gefolgt vom Vaterunser. Sehr sympathisch finde ich, dass alle Anwesenden beide Gebete mitsprechen, egal welchen Glaubens sie sind. Das ist gelebte Ökumene!

Das Dorf hat eine „working group“ gegründet, also eine Projektgruppe vergleichbar mit der Unsrigen. Wir schließen einen „contract“, eine Vereinbarung: Die jungen Männer des Dorfes liefern die Lehmsteine und die Holzstangen für das Gerüst und den Dachstuhl liefern und helfen beim Bau mit, die Frauen erklären sich für das Wasser verantwortlich. Aus Deutschland kommt das Geld für die restlichen Baumaterialien und deren Transport, die Baufirma und die Aufsicht durch unseren Kooperationspartner.

Zum Abschluss betont der chief der working group noch einmal, wie wichtig diese Schule für das Dorf und die Region ist und wie dankbar sie uns sind, dass wir sie dabei unterstützen.

Wir erhalten Gastgeschenke: Bananen und riesige Papayas, Möhren, Weisskohl und Salat, (Kabala ist die Gemüseregion des Landes) und Colanüsse. Colanüsse sollen leicht berauschend wirken, unterdrücken den Hunger und sind, so wurde mir erklärt, ein traditionelles Gastgeschenk, vielleicht vergleichbar mit der Tasse Kaffee, die wir unseren Gästen anbieten. Ich freue mich sehr und bekomme von der Köchin den Rest meines Aufenthaltes in Sierra Leone dieses Gemüse in allen möglichen afrikanischen Varianten serviert, sehr köstlich!

Jetzt muss es natürlich auch gelingen, unseren Teil der Vereinbarung einzuhalten, d.h. das nötige Geld zusammenzubringen, um den Schulbau Wirklichkeit werden zu lassen.

Winter 2011-2012

Wir hoffen mit guten Spendeneinnahmen mit dem Bau nach der nächsten Regenzeit, also in unserem Herbst, beginnen zu können.

Sommer 2011

Die Schule soll in einem Dorf im Norden des Landes westlich von Kabala gebaut werden. Die Gegend, in der das Dorf Karakor Sonkuralla liegt, gehört zu den ärmsten Landstrichen des Landes. Karakor Sonkuralla steht im Zentrum von insgesamt vier Dörfern in denen insgesamt ca. 500 schulpflichtige Kinder wohnen. Unser Schulgebäude soll aus sechs einfachen Schulräumen und einem kleinen Büroraum für die Lehrer bestehen, ferner soll ein Toilettenhäuschen und ein Brunnen für Trinkwasser gebaut werden. Es gibt bereits eine Zusage für die Bezahlung von Lehrkräften von der Regierung.